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Großes Interesse an der „Bohne“ und dem Pumptrack

Der Pumptrack an der Wehringhauser Straße zieht immer wieder das Interesse auf sich. Neben der Lokalpolitik haben auch Gruppen von Studierenden, Delegationen von Stadtplanungsämtern anderer Städte und auch die Presse Interesse an der Fläche.

Das innovative Konzept und die multifunktionale Nutzbarkeit sind wesentliche Gründe des Besuchs, denn ein Pumptrack in Vollasphaltbauweise ist noch selten anzutreffen in Deutschland. Zusammen mit einer städtischen Mitarbeiterin stand Maik Schumacher vom Quartiersmanagement Wehringhausen beispielsweise der Delegation aus Rheinberg Rede und Antwort zur Nutzbarkeit der Fläche.

Zeitgleich interessierte sich auch ein WDR-TV-Team für die Fläche und das Umfeld rund um die Wehringhauser Straße und wollte die teils kritisch gesehene Situation dort skizzieren.

Während der Pumptrack als Investition durchweg als innovativ und hilfreich angesehen wurde, äußerten sich die Besucher unterschiedlich zur räumlichen Nähe von Pumptrack und „Szenetreff“. Eine wirklich bedrohliche Lage wurde nicht gesehen.

Resümierend kann festgestellt werden, dass die Urteile der unterschiedlichen aktiven Gruppen und Initiativen an der Bohne weit weniger dramatisch sind als die öffentliche Wahrnehmung und die aktuelle Berichterstattung es vermuten lassen.

Dass die Verortung eines Unterstandes, der im Wesentlichen von Methadonpatienten und/oder auch alkoholabhängigen Menschen genutzt wird, neben einer Freizeitfläche für Kinder, Jugendliche und jungen Erwachsene Diskussionspotential birgt und ungewohnt ist, ist meist unstrittig. Und letztlich liegt es wohl im Auge des Betrachters, ob diese Konstellation ein Problem darstellt. Die alleinige Existenz der „Szene“ in der Nähe der Kinder führte in der Vergangenheit jedoch zu keinen wesentlichen Konflikten.

Dennoch arbeiten Politik und Verwaltung an Lösungen um die Situation rund um die Wehringhauser Straße zu verbessern. Die städtebaulichen Investitionen vor Ort können dabei nur ein Anfang sein. Weitere flankierende Maßnahmen wie der Kauf von Problemimmobilien durch die Stadt und ein zukünftig stärkerer sozialarbeiterischer Beitrag müssen folgen.

Häufig wird vergessen, dass ein planerisches Ziel der Stadtplanung und der Bürger in Wehringhausen die Entschärfung des Angstraumes „Tunnel Bodelschwinghplatz“ war. Hier ist seit Monaten bereits niemand aus der „Szene“ mehr anzutreffen und die Passage des Tunnels ist auch für ängstliche Menschen unproblematisch.

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