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Das Quartier

Hagen ist eine kreisfreie Stadt in Nordrhein Westfalen mit ca. 186.000 Einwohnern (Stand: 2013). Hagen liegt im südöstlichen Ruhrgebiet und grenzt an das Sauerland, weshalb Hagen auch im Volksmund als „Tor zum Sauerland“ bezeichnet wird. Des Weiteren beheimatet Hagen Europas größte und Deutschlands einzig anerkannte Fernuniversität. Wehringhausen ist ein Stadtteil in Hagen. 2013 lebten 14.294 Einwohner in Wehringhausen.

Dieser zählt zum Stadtbezirk Hagen-Mitte. Er grenzt an die südliche Innenstadt und westlich vom Stadtteil befindet sich unmittelbar der Hagener Hauptbahnhof, der fußläufig zu erreichen ist. Im Süden und Süd-Osten liegt der Stadtwald. Im Nord-Westen fließt die Ennepe durch den Stadtteil. Die Wehringhauser Straße/ B7 und die neue Bahnhofshinterfahrung im Norden und die Eugen-Richter-Straße/ Buscheystraße im Süden sind wichtige Hauptverkehrsstrecken, die unmittelbar am Stadtteil entlang führen, auf der sich täglich viele Pendler durch Wehringhausen bewegen. Die Langestraße, auf der sich eine große Anzahl von Fachgeschäften und Händlern niedergelassen haben, führt von Westen nach Osten zentral durch den Stadtteil. Der architektonische Blick auf den Stadtteil „mit dem besonderen Flair“ bringt viele gründerzeitliche Wohnhäuser zum Vorschein, die z.T. unter Denkmalschutz stehen.

Rund um den Wilhelmsplatz, dem Stadtteilzentrum und Marktplatz, befinden sich noch immer zahlreiche alteingesessene Fachgeschäfte, welche mit ihren Angeboten nicht nur für die „einheimischen“ anziehend wirken, sondern für Bürger aus dem gesamtem Stadtgebiet attraktiv sind.

Die kulturelle Vielfalt ist einzigartig. Diese Tatsache und künstlerische wie auch kulturelle Einrichtungen prägen das Stadtteilbild und tragen so zu einer besonderen Atmosphäre bei. 2006 stellte eine klare Mehrheit der Wehringhausener die Multikulturalität in Wehringhausen als große Stärke und Herausforderung heraus. Diese Vielfalt führt zu einem lebendigen Nutzen des urbanen Umfeldes und der öffentliche Raum fungiert als Ort der Begegnung und bekommt dadurch eine besondere Rolle.

Das Angebot des Kulturzentrums Pelmke gilt als eine der wichtigsten mit gesamtstädtischer Bedeutung. Neben Konzerten und Veranstaltungen für alle Altersklassen bestehen sozial-integrative Angebote sowie das Programmkino Babylon inklusive Café. Einrichtungen wie das Paulazzo und Die Falken sind besonders für Kinder und Jugendliche attraktiv und mit ihren zahlreichen Freizeitangeboten besonders wichtig.

Der berühmte Maler Emil Schumacher, Mitbegründer der Abstrakten Kunst in Deutschland, hatte in der Bleichstraße in Wehringhausen ein Atelier und sein Wohnhaus. Er gehört neben Nena und der Rockband Extrabreit zu den berühmten Persönlichkeiten, die hier ihre Wurzeln haben. Emil Schumacher beschrieb Wehringhausen einmal mit den Worten:

Die Leute hier, in Hagen, sind mir vertraut. Die Arbeit in der Gegend, in Wehringhausen, inspiriert mich. Der gute Geist, der von diesem Flecken ausgeht, gibt mir Bilder, die ich nur hier malen kann.“

Trotz der vielen Potenziale ist Wehringhausen von strukturellen Veränderungen besonders betroffen. Neben der besonderen kulturellen und religiösen Vielfalt leben viele Menschen mit sozial schwierigen Lebens- und Einkommenssituationen im Stadtteil. Besondere Herausforderungen stellen derzeit der Einwohnerverlust und Wohnungsleerstände. Auf der anderen Seite liegen die Stärken von Wehringhausen in einem großen bürgerschaftlichen Engagement und hervorragende innenstadtnahe Wohnmöglichkeiten. Viele Akteure – Bewohner/innen, Wohnungswirtschaft, Gewerbetreibende, Gewerbevereine, Interessengruppen u.a. setzen sich für eine Verbesserung der Wohn-, Lebens- und Arbeitsbedingungen im Stadtteil und für eine gute Nachbarschaft ein. Diese Potenziale gilt es zu stärken und weitere Bürger für ein Engagement in ihrem Stadtteil zu motivieren. Dies zeigt, dass es sich hier um eine Generationenaufgabe handelt, den Stadtteil zu stärken.

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